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Minderjährige im Heim

Die im Heimgesetz definierten Heime sind für Volljährige bestimmt. Sofern in einem solchen Heim ausnahmsweise auch Minderjährige untergebracht sind, könnte für diese ein Wohngeldanspruch vorliegen. Bedingung ist allerdings, daß der Minderjährige nicht zu einem anderen Haushalt gerechnet werden kann. Auch kann der Wohngeldanspruch bei Minderjährigen nicht verneint werden, weil er nicht zu dem im Heimgesetz angeführten Personenkreis der Volljährigen gehört - das gilt unabhängig davon, ob der Minderjährige pflegebedürftig oder behindert ist.

Allerdings gilt das alles nur für Heime, die für Volljährige bestimmt sind.

Einrichtungen, die zur Unterbringung von Minderjährigen bestimmt sind, sind keine Heime im Sinne des Heimgesetzes. Bei einem entsprechenden Antrag auf Wohngeld muß im Einzelfall beurteilt werden, ob es sich bei der Unterbringung um ein mietähnliches Nutzungsverhältnis handelt. Diese Prüfung ist auch dann notwendig, wenn ein Minderjähriger in einem Heim für Minderjährige volljährig wird. Hier ist durch die Volljährigkeit nicht automatisch ein Wohngeldanspruch gegeben.