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Die Berechnung des Mindesteinkommens
Regelsatz + Mehrbedarf + Sonderausgaben + Warmmiete + ggf. Krankenversicherung = Mindesteinkommen

Zusätzlich zu dem Regelsatz haben bestimmte Personen bei der Sozialhilfe einen Anspruch auf einen Mehrbedarf. Dieser Mehrbedarf ergibt sich aus einer besonderen Lebenssituation.

Maßgeblich sind Mehrbedarfe bei
Alleinerziehung krankheitsbedingter Kost
Schwangerschaft Schwerbehinderung

Alleinerziehung

Der Mehrbedarf bei Allererziehung besteht bei
Anzahl der Kinder % Summe
einem Kind unter 7 Jahren oder zwei/drei Kinder unter 16 Jahren 36% 153 €
für jedes Kind, wenn nicht oben stehende Anzahl erreicht wird 12% 51 €

krankheitsbedingte Kost

Bei bestimmten Krankheiten wird ein Mehrbedarf für die krankheitsbedingten Ernährungskosten gewährt. Dies betrifft folgende Erkrankungen:
Krankheit % Summe
Niereninsuffienz (Nierenversagen) 10 42,40 €
Niereninsuffienz mit Hämodialysebehandlung 20 84,80 €
Zöliake/Sprue 20 84,80 €

Bei den folgenden Erkrankungen wird ein Mehrbedarf von 10% (42,40 €) gewährt, wenn die Krankheit einen schweren Verlauf genommen hat:
  • Krebs (bösartiger Tumor)

  • HIV-Infektion/AIDS

  • Multiple Sklerose

  • Colitis ulcerosa

  • Morbus Crohn

Bei einer Laktoseintolaranz kann nach Rechtssprechung im Einzelfall ein Mehrbedarf von 13 bis 31 € erfolgen.

Schwangerschaft

Ein Mehrbedarf wird ab der 12. Schwangerschaftswoche anerkannt, der Mehrbedarf beträgt 17 %, also 72  €.

Schwerbehinderung

Es gibt 2 Fälle, in denen schwerbehinderten Personen ein Mehrbedarf zuerkannt wird:
Art der Behinderung % Summe
Schwerbehinderte über 65 Jahre oder voll erwerbsgeminderte Personen mit Merkzeichen G im Schwerbehindertenausweis 17 72 €
Schwerbehinderte mit einer Eingliederungshilfe für das Arbeitsleben 35 148,40 €