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Die Plausibilitätsprüfung

Wird das Mindesteinkommen nicht erreicht, kann das Amt den Regelsatz um maximal 20% kürzen, um dennoch einen Wohngeldanspruch zu erreichen. Diese 20% gelten AUSSSCHLIESSLICH FÜR DEN REGELSATZ - und sind nicht etwa auf die Mehrbedarfe, die Warmmiete oder die Krankenversicherung anwendbar.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel (und dann bitte den Text unter dem Beispiel weiterlesen, bei dem wir weiter auf die 20% eingehen...):

Corinna ist alleinerziehend mit einem Kind von 3 Jahre. Ihre Warmmiete beträgt 460 €, die Krankenkassenbeiträge werden vom Arbeitgeber gezahlt.

Das Mindesteinkommen setzt sich aus dem Regelsatz von 424 € für Corinna und dem Regelsatz von 245 € für das Kind, der Warmmiete von 460 € sowie dem Mehrbedarf bei Alleinerziehung von 153 € zusammen, insgesamt also 1.282 €. Nun können die 20% nicht von diesen 1.282 € abgezogen werden, sondern nur und ausschließlich von den Regelsätzen von 424 € für Corinna und 245 € für das Kind, also von den zusammen 669 €. Bei entsprechender Plausibilität würden dann statt den 669 € nur noch 535,20 € Regelsatz betragen. Mithin würde das erforderliche Mindesteinkommen von 1.282 € auf nur noch 1.148,20 € sinken.
 

Auf diese Minderung um 20% besteht kein Rechtsanspruch. Vielmehr ist hier die Plausibilität der Angaben, wie der Lebensunterhalt mit den zur Verfügung stehenden Nettoeinnahmen bestritten werden kann, entscheidend.

Oftmals wird dafür eine einmalige Aufstellung verlangt, in der alle monatlichen Nettoeinnahmen den monatlichen Ausgaben gegenüber gestellt werden. Dabei sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Ausgaben nicht höher als die Ausgaben sind. Aber auch die Glaubwürdigkeit ist durchaus ausschlaggebend: eine junge Frau, die keinerlei Ausgaben für Hygieneartikel vermerkt, kann schon mit einer mangelnden Plausibilität rechnen. Auch das Fehlen der Rundfunkgebühr bei fehlender Befreiung kann negativ ausgelegt werden. Studenten vergessen gerne mal die studienbedingten Ausgaben wie Semesterticket und und und....

Problem bei dem Haushaltsbuch ist oftmals, welche Summe man zum Beispiel für die Ernährung ansetzt, um einerseits niucht zu niedrige (Plausibilität), andererseits aber auch nicht zu hohe Beträge zu verwenden. Unsere Tabelle gibt dafür eine Orientierungshilfe. Ein Beispiel-Haushaltsbuch finden Sie hier.