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Die Berechnung des Mindesteinkommens

Regelsatz + Mehrbedarf + Sonderausgaben + Warmmiete + ggf. Krankenversicherung = Mindesteinkommen

Im Zusammenhang mit dem Wohngeld fallen unter dem Sonderbedarf die sogenannten Werbungskosten. Das sind die Kosten, die in Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit entstehen und dabei meistens für die Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsort, Fachliteratur, Berufsbekleidung und dergleichen geltend gemacht werden.

Im Normalfall ist die Werbungskostenpauschale von 1000 €, die bei dem Wohngeld bei einer nichtselbstständigen Erwerbstätigkeit angesetzt werden, ohne Auswirkung auf das Mindesteinkommen, weil es sich eben nur um eine Pauschale handelt - unabhängig also davon, ob diese Werbungskosten nun tatsächlich entstehen oder nicht.

Es gibt aber nicht gerade selten die Fälle, in denen diese Werbungskosten über die Pauschale hinaus geltend gemacht werden - meist in der Hoffnung, dass dadurch die Höhe des Wohngeldes steigt.

Das aber kann im Zusammenhang mit dem Mindesteinkommen schnell mal in die Hosen gehen. Ein Beispiel dazu:

Arne erreicht das notwendige Mindesteinkommen von 650 € ohne Probleme, da er ein Nettoeinkommen von 750 € nachweisen kann. Pfiffig wie er ist (bzw. es sich denkt) macht er jedoch Werbungskosten von 180 € je Monat für anfallende Fahrtkosten geltend. Damit hat er sich ins eigene Fleisch geschnitten.

In dem Beispiel sind zwar statt des Mindesteinkommens von 650 € tatsächliche Einnahmen von 750 € netto vorhanden, durch die geltend gemachten Werbungskosten sinken diese Einnahmen jedoch wieder um 180 € auf nun nur noch 570 €. Damit liegt Arne jedoch um 80 € unter dem erforderlichen Mindesteinkommen und das Wohngeldamt wird mit der weiteren Prüfung des Mindesteinkommens beginnen.